Archiv für Oktober 2009

Göttingen: 20. Todestag der Antifaschistin Conny

Vor 20 Jahren wurde die Antifaschistin Conny in Göttingen nach einer Auseinandersetzung mit Neonazis von der Polizei in den fließenden Straßenverkehr gejagt. Dabei wurde sie von einem Auto erfasst, durch die Luft geschleudert und war sofort tot. Das war ein politischer Mord! Hintergrund dieser Eskalation waren regelmäßig stattfindene Übergriffe von Neofaschisten gegen Linke, alternative Jugendliche und MigrantInnen in der Göttinger Innenstadt. Hiergegen organisierten autonome Antifas antifaschistische Selbsthilfe. Wurden Neofaschisten aus Göttingen und dem Umland in der Stadt gesichtet, wurden diese unmittelbar von antifaschistischen Kräften militant vertrieben. Zu solch einer Auseinandersetzung kam es auch am 17. November 1989, an der die Antifaschistin Conny involviert war. (mehr…)

Gegen Geschichtsrevisionismus und die Naziaufmärsche in Arnstadt und Friedrichroda

Am 15. November ist wieder Volkstrauertag. Ein Gedenktag der beispielhaft für die unzumutbare Geschichtsaufarbeitung in Deutschland steht. Nazis nutzen diesen geschichtsrevisionistischen Gedenktag um ihre ganz eigene Version der Geschichte in die Bevölkerung zu tragen. In Arnstadt (Samstag, 14.11.) und Friedrichroda (Sonntag, 15.11.) marschieren die Faschisten am Wochenende des Volkstrauertages auf. Wir rufen dazu auf gegen die Aufmärsche vorzugehen und dabei eine grundsätzliche Kritik der deutschen Geschichtsumdeutung in den Fokus der Kritik zu rücken. Mehr Infos gibt es auf der Sonderseite
[www.volkstrauertag-abschaffen.tk]

Christoph ist draußen!

Der Verhandlungstag gegen den 23-jährigen Antifaschisten Christoph T. am
20. Oktober endete mit der Aufhebung seines Haftbefehls. Christoph wurde
vorgeworfen am 17. Juni 2009 in Berlin-Friedrichshain ein Auto in Brand
gesteckt zu haben. Christoph wurde nach rund drei Monaten Haft aus der
Untersuchungshaftanstalt Moabit entlassen. Der Grund dafür war die geringe
Dichte an Beweisen. Es gibt also allen Grund zur Freude. (mehr…)

Leipzig: Die Zukunft endet an der Polizeikette

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Eine im Vorfeld als „Großdemonstration“ angekündigte Veranstaltung von Neonazis endete in Leipzig am Nachmittag noch bevor sie begonnen hatte. Etwa 1.200 Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich am Leipziger S-Bahnhof Sellerhausen versammelt, um an der Demonstration mit dem Motto „Recht auf Zukunft“ teilzunehmen.

Mehrere Stunden mussten die Neonazis dort ausharren, ehe die Veranstaltung von der Polizei aufgelöst wurde. Die Organisatoren hatten zu wenige OrdnerInnen gestellt, was zu zeitlichen Verzögerungen geführt hatte. Schließlich wurden Polizeibeamte aus der Kundgebung heraus mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Unmittelbar darauf beendete die Polizei den Aufmarsch noch bevor er begonnen hatte. Anschließend wurde die Identität der über 1.000 TeilnehmerInnen festgestellt, was sich über mehrere Stunden bis in den Abend hinein zog. Nach Angaben der Polizei wird gegen alle TeilnehmerInnen eine Anzeige wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. weiterlesen auf Indymedia