Heise, das Justizwunder von heute

Der Spitzenkandidat der NPD, Thorsten Heise, hat es wieder einmal geschafft einer Gefängnisstrafe zu entkommen. Dieses mal half ihm wieder seine geliebte deutsche Justiz. Diese ließ einen Termin vor dem Mühlhäuser Amtsgericht, eine Woche nachdem Heise bereits zu 15 Monaten auf Bewährung verurteilt wurde, mit fadenscheinigen Begründungen platzen.

So lautete diesmal die Ausrede des Gerichtes, es müssen noch 3 Durchsuchungsbeamte verhört und ein Video des BKA ausgewertet werden und dies werde bis in den Herbst dauern. Genügend Zeit für Heise sich und seine Partei, die NPD, weiter in den Wahlkampf einzubringen und gegebenenfalls seine rassistischen und ideologischen Ansichten des dritten Reiches im Kreistag zu verbreiten.

Es ist nicht das erste mal, das Heise es schafft, sich einer Gefängnisstrafe zu entziehen, wie sein Strafregister zeigt (Verurteilungen wegen einschlägiger Straftaten).
Woher nur dieses Wohlwollen vom Staat kommt, das Heise nicht in den Bau wandert. Da scheint jemand gute Freunde bei seinem so verhassten “Schweinesystem“ zu haben.

Hier der Artikel des MDR:

Mühlhausen: Prozess geplatzt
4. Juni 2009, www.mdr.de

Ein Prozess gegen den NPD-Funktionär Torsten Heise wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Waffengesetz ist vor dem Amtsgericht Mühlhausen geplatzt. Weil noch drei weitere Durchsuchungsbeamte befragt und das bei der Hausdurchsuchung im September 2007 in Fretterode vom BKA gedrehte Video angesehen werden soll, muss das Verfahren im Herbst neu begonnen werden. Der 39-Jährige Angeklagte war wegen Volksverhetzung gesucht worden. Die Waffen sind nach Angaben der Ermittler ein Zufallsfund. Torsten Heise, Mitglied im NPD-Bundesvorstand, war in der Vorwoche vom Landgericht Mühlhausen wegen mehrfacher Volksverhetzung zu einer Bewährungsstrafe von 15 Monaten verurteilt worden. Dabei ging es um CD mit rassistischen Liedtexten.