Archiv für November 2008

Demo gegen Schändung des jüdischen Friedhofs

Am Sonntag dem 23.11.08 fanden sich ca. 35 Menschen zu einer spontanen Demonstration anlässlich der Schändung des jüdischen Friedhofes in Gotha und Erfurt zusammen.

Bericht zur Schändung: http://de.indymedia.org/2008/11/233190.shtml

Die Demonstration war trotz der geringen Anzahl der TeilnehmerInnen sehr entschlossen und laut. Die Route verlief vom Gothaer Hauptbahnhof, quer durch die Innenstadt bis zum jüdischen Friedhof. Die BürgerInnen waren interessiert und nahmen die Flugblätter, die über die Schändung aufklärten dankbar an. Am Friedhof selbst wurde eine Schweigeminute abgehalten und Kerzen aufgestellt.
Kurz vor Ende der spontanen Demo tauchte dann doch noch die Provinzpolizei auf, welche sich aber sehr Friedlich zurückhielt.

Alles in allem war die Demo ein voller Erfolg die auf positive Resonanz seitens der BürgerInnen stieß.

Vor der Demonstration wurden am Gothaer Hauptbahnhof noch Dominik Weinlich (Leiter des JN-Stützpunktes Erfurt/Sömmerda, Stellvertretender Landesvorsitzender der JN Thüringen und Gründungsmitglied des rechten Tarnvereins „Schöner Leben in Erfurt e.V.“), Frank Schwerdt (wegen Volksverhetzung Verurteilter, NPD Funktionär und Vorsitzender des „Die Nationalen e.V.“) und Tobias Kammler (NPD Kreisverband Wartburgkreis, Mitredakteur des rechten Lokalblattes „Wartburgkreisbote“ und Mitglied im Tarnverein „Schöner Leben in Erfurt e.V.“) gesehen die wahrscheinlich ein Nazitreffen in Gotha abgehalten haben.

Jetzt ist Schluss!
Kein Vergeben, kein Vergessen!
Antisemitismus bekämpfen!

Geschrieben: AG212

Artikel auf Indymedia: http://de.indymedia.org/2008/11/233808.shtml

Die NPD und der Volkstrauertag

Vor einigen Tagen fanden mehrere Veranstaltungen im Rahmen des Volkstrauertags in Mühlhausen statt. In dessen Vorfeld sorgten einige Pressemeldungen für Aufmerksamkeit.

So wurde diskutiert, die NPD von den offiziellen Gedenkveranstaltungen auszuschließen. Dies wurde jedoch von Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum ausgeschlossen, woraufhin die Linkspartei die Veranstaltung am Mühlhäuser „Löwen“ boykottierte.

Was aber hat die NPD mit dem Volkstrauertag zu tun und warum sollte ihre Teilnahme anstößig sein?

Der Volkstrauertag war nicht immer der Volkstrauertag. Er wurde 1922 als Gedenktag eingeführt, um den gefallenen deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges zu gedenken.

Am 27. Februar 1934 übernahmen die Nationalsozialisten den Gedenktag und benannten ihn in „Heldengedanktag“ um. Auch der Charakter des Feiertages wurde geändert. Fortan sollten nationalsozialistische Helden verehrt und Wehrmacht und NSDAP verherrlicht werden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Gedenktag wieder in „Volkstrauertag“ umbenannt und an das Ende des Jahres verlegt. Es sollte von nun an den Toten von Gewaltherrschaft und Kriegsopfern aller Nationen gedacht werden um Versöhnung, Verständigung und Frieden zu erreichen.

Da die NPD eine Affinität zum Militarismus und Nationalsozialismus hat, zelebriert sie am Tag des Volkstrauertages immer noch einen „Heldengedenktag“, wie zum Beispiel auf der Webseite der NPD Eichsfeld zu sehen ist. Auch stehen hier besonders die deutschen Nationalsozialisten der Wehrmacht und SS im Fokus des Gedenkens. So schrieb die NPD Eichsfeld expliziert von „großen Kriegen“ und „Ruhm und Ehre“ für die „tapferen deutschen Soldaten“ und „deren edle Taten“ im Bezug auf ihren Heldengedenktag 2007.

Der NPD Kreisverband Unstrut-Hainich unterscheidet sich ideologisch nicht von dem Kreisverband Eichsfeld, jedoch ist der Kreisverband UH personell nicht in der Lage eigene Veranstaltungen zu organisieren. Deshalb nutzen sie für ihr Heldengedenken am Volkstrauertag die offiziellen Veranstaltungen der Stadt und des „Bund der Vertriebenen“.

Damit hat anscheinend in Mühlhausen kaum jemand ein Problem, einzig die Linkspartei findet daran einen Anstoß.

Es ist unverantwortlich, auf den Gedenkveranstaltungen Platz für einen positiven Bezug auf den Nationalsozialismus zu bieten. Die verhöhnt dessen Opfer, welchen eigentlich gedacht wird bzw. werden sollte.

Wenn ein Teilnahmeverbot rechtlich nicht möglich ist, so sollten sich die Initiatoren jedoch klar und offiziell von den Mördern der Wehrmacht und der SS distanzieren. Dann werden die Neonazis der NPD schon freiwillig den Veranstaltungen fern bleiben.

Geschrieben: Antifaschistische Koordination Mühlhausen, 23. November 2008

[Erfurt] Hände weg vom Besetzten Haus!


Seit sieben Jahren gibt es in Erfurt einen Freiraum, der für viele Menschen die oft einzige Möglichkeit zur unkommerziellen Entfaltung bietet: Das Besetzte Haus in der Rudolstädter Strasse 1. Nun ist jener Freiraum akut von der Räumung bedroht.

Die Immobilienfirma Domicil Hausbau GmbH + Co. KG kaufte das Gelände, um dort Wohn- und Geschäftsräume anzusiedeln. Mit zahlreichen kreativen Aktionen machten Besetzer- und UnterstützerInnen bereits auf ihre Situation aufmerksam.Die bundesweite Demonstration am 22. November 2008 mit rund 1.000 Menschen durch Erfurts Innenstadt stellte den bisherige Höhepunkt des Kampfes zum Erhalt des Besetzten Hauses dar. Bei eisigen Temperaturen heizte die Moderatorin die Stimmung kräftig an, während eine Trommelgruppe auf dem Hänger ihres eigens mitgebrachten Traktors die vorderen Reihen in Wallung versetzte. Vom Bahnhofsvorplatz zogen die TeilnehmerInnen auf diese Weise über den Anger, vorbei am Rathaus bis zum Domplatz. Mit entschlossenen Sprechchören und dem Einsatz von Pyros und Rauchbomben machten sie entschieden klar, dass eine Räumung ohne Widerstand nicht möglich sein wird. Die Resonanz, welche sich in der hohen TeilnehmerInnenzahl widerspiegelte, zeigt deutlich, dass weiterhin unerschrocken und leidenschaftlich um den Erhalt des Besetzten Hauses gekämpft wird.

Mehr Fotos gibts hier: http://brp.jg-stadtmitte.de/

veröffentlicht von BlackRedPress auf de.indymedia.org

Nazi-Demo in Fulda am 08.11.2008

Ein Kurzer Bericht zur NeoNazi-Demo in Fulda.

Nazi-Haufen

Am 08.11.2008 veranstaltete die NPD Fulda/Vogelsberg eine Demonstration in Fulda. Zu dem Motto:“Endlich auferstehen aus den Ruinen – Deutschlands Zukunft liegt in unserer Hand!“ zog es ca. 150 Nazis aus Hessen und Thüringen, darunter auch den mehrfach vorbestraften Neonazi Thorsten Heise aus Fretterode, nach Fulda.

Nachdem das Verbot der NeoNazi-Demonstration vom Oberverwaltungsgericht in Kassel aufgehoben wurde, konnten sie ungestört in einem Wanderkessel der Polizei, welche an diesem Tag massiv vertreten war, eine kurze Strecke durch Fulda laufen. Der Ablauf der Nazi-Demo glich einem Affen-Gehege im Zoo, ein wüster Haufen NeoNazis umgeben von hunderten Polizisten schlenderten mit Fahnen durch die Straßen. Auch ein Polizei-Hubschrauber kreiste über der Stadt.

Dieses massive Polizeiaufgebot machte es unmöglich die NeoNazi-Demonstration zu verhindern oder zu stören. Lediglich die Propaganda-Reden der NPD-Funktionäre Thorsten Heise und Mario Matthes dürften durch Trillerpfeifen und „Nazis Raus“ Rufe der ca. 1000 Gegendemonstranten unhörbar gewesen sein.

Die Stadt Fulda gab sich sichtlich Mühe ein Programm an diesem Tag auf die Beine zu stellen, Dieses kam bei vielen Bürgern gut an, so gab es viele Reden von verschiedensten Menschen aus Politik, Vereinen und Gewerkschaften und jede Menge Kultur, u.a. trat auch „Microphne Mafia“ aus Köln auf.

Fazit des Tages: Die NeoNazis haben einmal mehr bewiesen bzw. gezeigt was für ein lächerlicher Haufen sie sind. Viele Fuldaer Bürger zeigten ihre Ablehnung, wie z.B. ein Mensch der aus einem Geschäft am Bahnhof raus kam, als die Nazis zu den Gleisen wollten und „Verschwindet endlich ihr Hurensöhne“ rief. So war nach ca. 2 Stunden der Nazi-Aufmarsch vorüber und Mensch konnte sich dem Kultur-Programm widmen.

Einen ausführlichen Bericht mit noch mehr Bildern gibt’s hier: http://de.indymedia.org/2008/11/231709.shtml

Nazi-Haufen die zweite

MaG Antifaschistische Provinz Aktion

APA support Topf.Squat in Erfurt

Wir, die Antifaschistische Provinz Aktion, solidarisieren uns mit den BesetzerInnen des Besetzten Hauses in Erfurt und unterstützen sie zusammen mit vielen anderen Antifa-Gruppen und UnterstützerInnen für den Erhalt des akut räumungsbedrohten Geländes.

Das B-Haus ist als Bestandteil Linker Subkultur Erfurts und auch regional nicht mehr wegzudenken. Für uns war und ist es ein Ort, wo mensch sich treffen kann, wo Konzerte und Diskussionen laufen, wo Partys steigen, aber auch ein Ort wo sich mit der Geschichte des Topf und Söhne-Geländes, der Geschichte der biederen Ofenbauer von Auschwitz auseinandergesetzt wird. Wir erachten es nicht als zwingend notwendig, den xten Supermarkt auf dem Gelände entstehen zu lassen und/oder die xte überteuerte Wohnanlage hinzusetzen. Für die Erfurter Antifas ist ein Ort antifaschistischen Handelns um Vieles wichtiger. Solche Orte und soziale Räume wie das B-Haus in Erfurt gibt es nur noch wenige. Es sind jedoch Orte, die um so mehr gebraucht werden, wie sich die Verhältnisse, der Rassismus, Antisemitismus und Sexismus, kurzum alle Zumutungen des Kapitalismus verschlimmern.

Wir rufen alle Menschen, denen Freiräume wichtig sind, dazu auf: Unterstützt die BesetzerInnen wo es nur geht, werdet in euren Orten selbst aktiv und macht auf die bedrohliche Lage in Erfurt aufmerksam. Beteiligt euch an der Demonstration „Hände weg vom besetzten Haus Erfurt!“ am 22. November 2008 in Erfurt.
Weitere Infos gibts hier oder hier.

Wir sehen uns in Erfurt- Solidarität für das Besetzte Haus

One Struggle, One Fight – Topf Squat Bleibt.

No Nation Mixtape Vol.2 ist da!

Besser spät als nie, gibt es diese Jahr wieder ein „No Nation Mixtape“ mit feinsten HipHop & Drum ‚n‘ Bass zum >>>kostenlosen Download< <<.