Archiv für November 2007

Brandanschlag: Motiv unbekannt

Heiligenstadt. (tlz/fa) Ein Anschlag, so viel ist sicher, sorgte gestern morgen zwischen 3 und 4.40 Uhr für einen verheerenden Brand, der das renommierte italienische Restaurant „Al Castello“ in Heiligenstadt erheblich zerstörte. Rund 100 000 Euro Schaden bestätigte die Nordhäuser Kriminalpolizei. Ein Holzstapel im Eingangsbereich verursachte den Schwelbrand. „Unbekannte zündeten den Stapel an“, bestätigte Polizeisprecherin Katja Romankewitz dem Tageblatt. Hintergründe seien noch unbekannt. Es werde in alle Richtungen ermittelt.

Unterdessen halten sich Gerüchte im Dunstkreis hartnäckig, der italienische Besitzer könne Opfer eines Mafia-Anschlags oder einer ausländerfeindlichen Attacke geworden sein. Auch, dass Konkurrenten aus dem Gastronomiebereich dahinter stecken, wird für möglich gehalten. Das „Al Castello“ stellt seit einigen Jahren eine beliebte Adresse in der Kreisstadt dar, baute sich einen beachtlichen Kundenstamm auf. Überall ist der Besitzer bekannt, „kaum zu glauben, dass dem jemand etwas Böses will“, hört man einen Beobachter sagen, der unter Schaulustigen das Ausmaß des Brandes und die Arbeiten der Feuerwehrleute beobachtet.

Vier Wehren rückten in der Nacht gegen die Flammen vor. Um 4.39 Uhr alarmierte die Leitstelle die Heiligenstädter. Unmittelbar nach deren Eintreffen orderten die Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Bernhard Gremmer und Wehrleiter Ronald Wenisch, die Ortswehren Kalteneber und Rengelrode. Ein Schwelbrand hatte sich entwickelt, der von innen langsam die Dachhaut zerfraß. Ziegeln mussten entfernt werden. Erst dann loderten Flammen. Eine Drehleiter reichte zur Bekämpfung nicht mehr aus. Gegen 6.30 Uhr rückten die Kameraden aus Leinefelde mit der Zweiten an. Vom Bereich Knickhagen und Sperberwiese erfolgte jetzt die Brandbekämpfung. „Feuer aus!“ lautete die Meldung um 8.26 Uhr. Gegen zehn Uhr war der Einsatz, zumindest für die Floriansjünger, beendet. Für die Ermittler der Polizei beginnt er erst jetzt richtig. Sie suchen Zeugen, die nachts Verdächtiges bemerkten und bitten diese, sich zu melden (Tel. 03631/960). Sie wollen den Fall schnell aufklären. Das will auch der Besitzer, der sich sein Restaurant mühevoll aufbaute – doch, und das einzig stimmt freudig, er hat seinen italienischen Charme nicht verloren: „Keine Sorge, in zwei Wochen steht alles wieder“, sagt er optimistisch.

Solidaritätsdemo gegen den Naziübergriff in Mittweida

Am Abend des 25. November, versammelten sich spontan 25 AntifaschistInnen in
Heiligenstadt (Thüringen), um ihre Solidarität für die Opfer des Naziübergriffes
in Mittweida zu zeigen. Die Demonstration begann gegen 19 Uhr in der unteren
Wilhelmstraße und verlief lautstark durch die gesamte Innenstadt. Auf zwei
mitgeführten Transparenten konnten vorbeifahrende und -laufende Menschen das
Anliegen der AntifaschistInnen erfahren. Einige Passanten
schlossen sich spontan der Demo an und solidarisierten sich mit den
DemonstrantInnen. Eine mitgeführte Bengalfackel brachte Licht und Stimmung in
die Aktion.

Hintergrund der Spontandemo war nicht nur der feige Übergriff in Mittweida ,
sondern auch die Pfefferspray-Attacke von Neonazis auf einen Musiker der
in Rustenfelde (Thüringen) bei einem „Rock gegen Rechts“ auftrat. Diese Tat,
geschehen am 17.11.2007 um 1 Uhr nachts, wurde von der Polizei als unpolitisch
eingestuft, da der Angreifer stark alkoholisiert war. Dieses Verhalten der
Polizei ist leider kein Einzelfall. Faschisten werden geschützt und
AntifaschistInnen werden hingegen immer öfter kriminalisiert.

Diese Aktion stand unter dem Motto:
„Rustenfelde, Mittweida – Bürger wann wird es euch klar“

Wenn so viele schweigen müssen wir noch lauter schreien.

APA – Antifaschistische Provinz Aktion

Mittweida – Hakenkreuz in Hüfte geritzt

Vier gut gebaute Neonazis waren es, welche vor 3 Wochen eine kleine 6-jährige SpätaussiedlerInn in einem Supmermarkt herumschubsten und angriffen. Als ein couragiertes 17 Jahre altes Mädchen zur Hilfe eilte und die Männer aufforderte, das weinende Mädchen in Ruhe zu lassen, wurde sie zu Boden gerungen. Anschließend hielten drei Faschsisten das sich stark wehrende Mädchen fest auf den Boden gedrückt, während ihr der vierte mit einem skalpellartigen Gegenstand ein 5cm großes Hakenkreuz in die Hüfte ritzte. Der vehemente Widerstand des jugendlichen Mädchens konnte verhindern, dass darüber hinaus auch noch eine Rune ins Gesicht geritzt wurde. Laut Angaben des Opfers haben zahlreiche Personen die Tat von naheliegenden Balkonen beobachtet.

Welche brutale Realität alltägliche Neonaziübergriffe darstellen ist unumstritten. Das sie nun allerdings bereits zu viert ein 6-jährigen Mädchen angegeriffen, und ihre HelferInn auf diese bestialische Art geqäult haben zeigt nur eins:
Das diese feigen Arschlöcher sich sogar lieber kleine Kinder und Frauen zum misshandeln aussuchen, als sich dem politischen Gegner zu stellen.
Wie krank und feige muss man eigentlich sein?
Wir kriegen euch, ihr sadistischen Schweine!
Smash Facism!

Rechte Gewalt gegen Musiker

RUSTENFELDE (fk). Bei dem Konzert „Rock gegen Rechts“ am Freitag in Rustenfelde (TA berichtete) kam es nach dem Ende der Veranstaltung zu einem gewaltsamen Zwischenfall mit Neonazis. Mit Pfefferspray sprühten die Angreifer einem der Musiker direkt ins Gesicht.Der Saal war schon aufgeräumt und der Konzertabend „Rock gegen Rechts“ bis dahin friedlich verlaufen, als sich eine kleine Gruppe, offensichtlich rechtsextremer Gesinnung, vor dem Gebäude versammelte. Zunächst unterhielten sie sich mit einigen Gästen und führten eine friedliche Diskussion. Als sich die Beteiligten auf den Heimweg machen wollten und in ihre Autos stiegen, klopfte einer der Neonazis am hinteren Fenster des Fahrzeugs. Dort saß einer der Künstler, die bei dem Konzert aufgetreten waren. Dieser öffnete nichtsahnend das Fenster und wurde daraufhin mit Pfefferspray angegriffen. Möglicherweise war diese Aktion bereits vorher geplant. Einer der Angreifer trug einen Handschuh, mit dem er vermutlich nachweisbare Spuren des Sprays auf seiner Haut vermeiden wollte. Die Identität des Täters ist laut Polizei bisher noch unbekannt. Es wird wegen Körperverletzung ermittelt. Ansonsten blieben die von einigen Dorfbewohnern befürchteten Angriffe Rechtsradikaler jedoch aus. Die Stimmung im Saal war friedlich und von der gemeinsamen Überzeugung geprägt, dass es wichtig ist, etwas gegen den braunen Einfluss im Eichsfeld zu tun. Das musikalische Programm musste kurzfristig geändert werden, weil drei der fünf geladenen Bands ihren Auftritt abgesagt hatten. Von diesen Beeinträchtigungen ließen sich die Gäste den Abend jedoch nicht verderben, sondern feierten ausgelassen zur Musik des Liedermachers Ralf Gerund und der Band „Inquest Blonk“. Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) betonte zu Beginn des Konzerts noch einmal, wie wichtig es sei, dass die Veranstaltung nach der hitzigen Debatte im Vorfeld nun doch stattfinden durfte. Denn eine Absage des Konzerts hätten die rechtsextremen Kräfte zu ihren Gunsten auslegen und für ihre Zwecke nutzen können. Es sei die gemeinsame Aufgabe aller, sich gegen Rechtsextremismus zur Wehr zu setzen. Auch Bürgermeister Ulrich Hesse, der in der vergangenen Woche in der Kritik stand, war beim Konzert anwesend und bekannte sich somit zur Veranstaltung.

Harmonie gegen Rechts

Rustenfelde. (tlz) Harmonisch ging es gestern Abend im Rustenfelder Gemeindesaal zu. Bürgermeister Ulrich Hesse und die Landessprecherin der Grünen, Kathrin Göring-Eckhardt, deren Kreisverband zusammen mit der Bürgerinitiative für Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit Veranstalter war, fand man schon vor Beginn des Konzertes bei einem netten Gespräch versammelt. Und zwar im Vorfeld des Konzertes, das während der gesamten Woche für großes Aufsehen gesorgt hatte (wir berichteten) – „Bunte Vielfalt statt brauner Einfalt“, Rockmusik für Toleranz gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Sowohl Kathrin Göring-Eckhardt als auch Ulrich Hesse, der die Konzertbesucher begrüßte und sich per Handschlag auch mit dem Grünen-Kreisvorsitzenden Michael Hoffmeier versöhnte, erklärten überzeugend: „Wir machen einen Strich unter die vergangene Woche und fangen jetzt neu an.“ Positive Stimmung, die auch die rund 130 Jugendlichen, aber auch Erwachsene und Geistliche, die zum Feiern kamen und dabei gegen Rechts Flagge zeigten, verkörperten. „Es ist schön, dass das Konzert jetzt doch hier stattfinden darf“, sagte auch Pfarrerin Katharina Lüpke von Arenshausen, die mit Gemeindemitgliedern den Rockabend besuchte.

Der Göttinger Liedermacher Ralf Gerund und die Eichsfelder Rockbands „Inquest Blonk“ und „Außer Kontrolle“ sorgten für eine ordentliche Stimmung im Gemeindesaal, von dem auch bis zum Redaktionsschluss keine Vorfälle gemeldet worden. „Ich gehe auch davon aus, dass nichts passieren wird“, zeigte sich Ulrich Hesse, neben dem auch der Vorsitzende des Kirmesvereins, Falko Wedekind, und weitere Gemeindemitglieder anwesend waren, am Abend zuversichtlich. Zumal auch die Polizeiinspektion Eichsfeld stärker als sonst Präsenz zeigte.

Kathrin Göring-Eckhardt untermauerte noch einmal die Bedeutung solcher Veranstaltungen gerade im ländlichen Raum. „Jedes noch so kleine Konzert in jedem noch so kleinen Ort ist wichtig“, erklärte die Landessprecherin, die extra für die Veranstaltung von der Landesvorstandssitzung der Grünen in Erfurt fern blieb. Verständnis brachte die Landessprecherin für das Rustenfelder Dorfoberhaupt auf. „Es ist nicht leicht, wenn im Ort nicht alle für diese Veranstaltung sind“, sagte Göring-Eckhardt. Doch das Zeichen, das jetzt gesetzt worden sei, das sei das Wichtigste. Und sie verwies auch noch einmal auf die Gefahr, die von der NPD in Thüringen und da gerade im ländlichen Raum ausgeht. „Diese Partei hat es zuerst auf die jungen Leute abgesehen, um später über sie auch die Älteren in ihre Machenschaften einzubinden“, so die Politikerin. Und gerade deshalb sei auch der Gerichtsentscheid für das Konzert so wichtig gewesen. „Sonst hätten sich die Rechten auch im Recht gefühlt“, sagte sie, die davon sprach, dass sich die NPD vorgenommen habe, in den Thüringer Landtag einzuziehen, und dass dies bis zur Wahl 2009 verhindert werden müsse.

Gericht erlaubt Rockkonzert gegen Rechtsextremismus

Gestern Abend um 18.15 Uhr war es klar: Das Konzert „Bunte Vielfalt statt brauner Einfalt“, ein Rockkonzert gegen Rechtsextremismus der Bündnis-Grünen und der „Bürgerinitiative für Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit“, findet heute von 19 Uhr bis 2 Uhr im Rustenfelder Gemeindesaal statt. Das Thüringer Verwaltungsgericht in Weimar gab dem Antrag der Bündnis-Grünen (wir berichteten) statt, korrigierte damit die Entscheidung des Rustenfelder Gemeinderates, der am Montagabend einen aus seiner Sicht rechtskräftigen Beschluss gegen das Konzert gefasst hatte. „Ich freue mich auf ein schönes Konzert“, sagte gestern der Grünen-Kreisvorsitzende Michael Hoffmeier der TLZ und sprach auch von einem Sieg der Demokratie.
Der Rustenfelder Bürgermeister Ulrich Hesse nahm das Urteil des Gerichtes gefasst auf. „Wir werden zu 100 Prozent akzeptieren, dass das Konzert in unserem Gemeindesaal stattfindet, und werden in keinster Weise dagegen vorgehen“, unterstrich Hesse, der gestern Abend noch den Raum für die Veranstaltung vorbereiten wollte.

Quelle: tlz

Stellungnahme der APA zum „Konzert gegen Rechts“ in Rustenfelde

„Null Toleranz für Intoleranz – das muss deshalb unser Leitsatz sein.“,
so äußerte sich Angela Merkel in ihrer Dankes rede, anlässlich des ihr verliehenen Leo-Baeck-Preis vom Zentralrat der Juden. Die Bundeskanzlerin will also mit gutem Beispiel voran gehen. Doch leider ist dieses Motto nicht bei allen angekommen, besonders nicht bei dem Gemeinderat, sowie dem Bürgermeister von Rustenfelde im Eichsfeld (Thüringen). So nehmen sich die eben genannten das Recht, einem im Vorfeld zugesagten Konzert gegen Rechtsextremismus, nun eine Absage zu erteilen, nachdem die Angst der Bürgerschaft in der Gemeinde groß wurde, das Linksextremisten nach Rustenfelde kommen könnten um dort Krawall zu machen oder sich mit Rechtsextremisten Auseinandersetzungen zu liefern. Diesem realitätsfernen Szenario nehmen sich die oben genannten Personen nun an und versuchen das Konzert zu verhindern. Bei einer einberufenen außerordentlichen öffentlichen Sitzung des Gemeinderates, zu der auch die Veranstalter und andere interessierte Bürger kamen, gab es dann einen neuen Höhepunkt der Intoleranz. So wurde den Anwesenden kein Rede recht eingeräumt und Veranstalter inklusive Bürger des Raumes verwiesen, als es um den Punkt Jugendkonzert ging. Nach 1 1/2 stündiger Wartezeit wurden diese dann mit der Aussage „Die Entscheidung wird Ihnen am Folgetag schriftlich mitgeteilt werden“ abgespeist. Erst nach wiederholter Anfrage bekamen dann die Veranstalter, ohne Benennung triftiger Gründe, die Absage zur Nutzung des Gemeindesaales mitgeteilt. Nun soll ein Gericht über die Nutzung des Gemeindesaales entscheiden.

Nach diesem Vorfall wird wieder einmal mehr deutlich, das es in dieser Gesellschaft besser ist Lippenbekenntnisse zu äußern, anstatt sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren. Dies ist leider kein Einzelfall im Eichsfeld und wir stellen uns an diesem Punkt die Frage, gegen wen denn nun das Engagement gerichtet ist??? So werden Personen und Initiativen die sich gegen rechts einsetzen handlungsunfähig gemacht und es wird ein Nährboden für die NPD geschaffen. Anders ist es auch nicht zu erklären das einer der berüchtigsten Neonazis, nämlich Thorsten Heise, der seid 4 Jahren in Fretterode wohnt, unbehelligt sein Treiben nachgehen kann. Dieser führt einen Rechten Versand, hält Kameradschaftsabende auf seinem Grundstück und war maßgeblich an der Gründung des NPD Kreisverbandes Eichsfeld beteiligt. Wäre das Engagement gegen ihn, oder gegen die im Sommer von der NPD veranstalteten Kundgebungen so groß gewesen, wie jenes, das sich gegen ein Konzert gegen Rechts zeigt, hätte die
Region ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus im Eichsfeld setzen können. Doch leider lassen sich die Bürger lieber etwas von der CDU erzählen, die davon ab rät, sich an Demonstrationen gegen Rechts zu beteiligen und sich lieber in der Kirche versteckt, anstatt gemeinsam, öffentlich und entschlossen gegen die NPD und Rechte Kameradschaften vorzugehen. Es ist erstaunlich mit welchen Mitteln versucht wird die Nazis zu schonen und gleichzeitig gegen Linke Stimmung gemacht wird. Diese Entwicklung ist in letzter Zeit mit Erschrecken zu beobachten und wirft die Frage auf, auf welcher Seite einige Politiker und Bürger stehen. Wir, die Antifaschistische Provinz Aktion, distanzieren uns von diesem Verhalten und machen uns weiter stark gegen Antisemitismus, Faschismus und Rassismus. Unsere Solidarität gilt all denen, die sich stark machen gegen die NPD und andere Rechte Strukturen. Solidarität ist eine Waffe und gemeinsam ist es möglich die braune Brut in ihre Schranken zu verweisen.
Wir appellieren an dieser Stelle an alle engagierten Jugendlichen, sich an diesem Freitag nach Rustenfelde zu begeben und ein deutliches Zeichen gegen Rechts zu setzen.

Sollte es jedoch zu dem Fall kommen, das die Nutzung des Saales untersagt wird, so werden sich an diesem Abend andere Möglichkeiten finden lassen um doch noch gemeinsam ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Wir lassen uns das Dagegen sein nicht verbieten. Wehret den Anfängen! Zeigt, dass das Eichsfeld, kein Platz der Intoleranz ist. sondern tolerant und weltoffen.

APA – Antifaschistische Provinz Aktion

Sprengstoff-Attentäter als NPD-Praktikant

Die Schweriner NPD-Landtagsfraktion beschäftigt nach CDU-Informationen einen wegen der Beteiligung an einem Sprengstoffattentat verurteilten Neonazi als Praktikanten. Der Ältestenrat des Landtags reagierte am Mittwoch mit Empörung. Nach Angaben des Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU, Harry Glawe, handelt es sich um einen Thüringer Rechtsradikalen.

Der Eisenacher sei einschlägig vorbestraft. Im Jahr 2002 sei er wegen Beihilfe zu einem Sprengstoffanschlag auf einen türkischen Imbiss zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Nach Informationen des Senders NDR Info absolviert er seit Oktober ein bis zu fünfmonatige dauerndes Praktikum bei der NPD-Fraktion.
Unterdessen bestätigte ein Sprecher des Landtags, dass das Tragen von „offenkundig rechtsextremistischer Kleidung“ im Parlamentsgebäude künftig verboten ist. Die „Schweriner Volkszeitung“ hatte berichtet, Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) habe festgelegt, dass das Tragen von Bekleidung der Marken „Thor Steinar“ und „Consdaple“ im Parlament grundsätzlich unzulässig sei. Der Sicherheitsdienst des Landtages sei angewiesen, Mitarbeiter und Besucher von Fraktionen, die entsprechende Kleidung tragen, an der Pforte zurückzuweisen, sagte Landtagssprecher Dirk Lange. Laut Hausordnung könne „unangemessene Kleidung“ die Würde des Landtags beeinträchtigen, sagte Lange.

Quelle: N24

Gericht beschließt über Rockkonzert

Der Grünen-Kreisvorsitzende Michael Hoffmeier und die Mitglieder der überparteilichen Bürgerinitiative für Frieden, Gerechtigkeit und Demokratie gehen weiter davon aus, dass morgen im öffentlichen Rustenfelder Gemeindesaal das Konzert „Bunte Vielfalt statt brauner Einfalt“, ein Rockkonzert gegen Rechtsextremismus, stattfindet. Der Gemeinderat hatte dies am Montagabend in einer nichtöffentlichen Sitzung verboten (wir berichteten).

Bis gestern war Michael Hoffmeier – er ist Anmelder des Konzertes – weder der Gemeinderatsbeschluss noch eine Begründung dessen zugegangen. „Die Gemeinde und die VG haben sowohl die von mir als auch ihre selbst gesetzte Frist für eine Absage verstreichen lassen“, so Hoffmeier. Deshalb habe die mündlich geschlossene Vereinbarung weiter Bestand. Dennoch geht er davon aus, dass sich Gemeinde und VG dagegen zur Wehr setzen. „Deshalb haben wir eine einstweilige Verfügung beantragt“, so der Kreisvorsitzende. Heute entscheidet darüber ein Gericht. „Sollte die Entscheidung negativ sein, gehen wir in die zweite Instanz“, so Hoffmeier, der auch den Landrat in die Pflicht nimmt. „Er soll dafür sorgen, dass diese Lachnummer ein Ende hat, und mit seinem Ordnungsamt verhindern, dass sich eine ganze Region lächerlich macht“, findet Hoffmeier deutliche Worte. Der Landrat solle jetzt dafür einstehen, dass das Konzert stattfindet, damit ein deutliches Zeichen setzen. Allerdings könne es ja möglich sein, dass der Landrat die „Machenschaften“ in Rustenfelde befürworte, deshalb keine Reaktion gezeigt habe. In Bezug auf die Situation im Eichsfeld am Beispiel Rustenfelde spricht Hoffmeier von „neuer Qualität des Wegschauens“. „Bisher verweigerten sich einige Kommunalpolitiker dagegen, bei Protesten öffentlich Gesicht zu zeigen, jetzt werden sogar Veranstaltungen gegen Rechts verboten“, sagt er.

„Ein Armutszeugnis“

Der Grünen-Landesverband stärkt seinem Kreisverband und der Bürgerinitiative den Rücken. „Wir fordern Bürgermeister Ulrich Hesse auf, das Konzert am Freitag stattfinden zu lassen“, so Landessprecherin Astrid Rothe-Beinlich.

Auch Rothe-Beinlich fand kritische Worte für die Entscheidung des Gemeinderates: „Sie ist ein Armutszeugnis für unsere Demokratie und gelebte Zivilcourage“, erklärte sie. Mit dem Verweis, „es könnten Rechtsextreme kommen“, das Engagement gegen Rechtsextremismus zu unterbinden, erweise die Gemeinde der Demokratie einen Bärendienst. „Zur Freude der Rechtsextremen“, so Rothe-Beinlich.

Die nicht zu gewährleistende Sicherheit, wenn Linke und Rechte aufeinander treffen würden, und einige Unklarheiten im Vorfeld, was Bürgermeister Hesse u.a. als Gründe für den Beschluss anführt, wollen die Verantwortlichen nicht gelten lassen. „Wir haben im Vorfeld des Konzertes nichts im Unklaren gelassen“, erklärte Hoffmeier. Die mündliche Vereinbarung war mit zwei weiteren Schreiben unterlegt worden, die deutlich machten, dass es sich bei der Veranstaltung um ein Rockkonzert für Toleranz handele, es Wortbeiträge geben werde, Infostände aufgebaut würden. Die Informationen erhalten zu haben, hatten Hesse und die VG bestritten. Allerdings wussten beide davon, dass im Vorfeld nach Paragraph 6 Absatz 1 Versammlungsgesetz Personen der rechtsextremen Szene vom Konzert ausgeschlossen würden. Beide Punkte schilderte Hoffmeier allerdings in Briefen, die der TLZ vorliegen, an die VG am 30. Oktober und 5. November.

Quelle: tlz

Etwas zum schmunzeln! Faschos können wohl kein Englisch?

Heute mal was zum lachen. Wie Faschos versuchen Englisch zu lernen, die Übersetzung stimmt nur leider nicht so ganz!

Hier ein Auszug aus dem Forum der NPD-Thüringen, geschrieben von DONAR:

Ich bitte euch Patrick die Arbeit zu erleichtern und hier weitere Anglizismen, die aus der Deutschen Sprache verstoßen gehören, zu benennen. Ich mach mal den Anfang. Zunächst die Anglizismen und danach die korrekte deutche Schreibweise, bitte verwendet in Zukunft bei all euren Gesprächen, Telefonaten usw. nur noch letztere.

Handy (H.a.n.d.y) zu ortsunabhängiger Handfernsprecher
Homepage (H.o.m.p.a.g.e) zu Heimseite
Hotline (H.o.t.l.i.n.e.) zu heißer Draht zum Hersteller bei Warenproblemen
Email (E.m.a.i.l) zu Elektronische Post
PC/Computer (C.o.m.p.u.t.e.r) zu Heimrechenmaschine
Fastfood (F.a.s.t.f.o.o.d.) zu Schnellspeise
Baggy Pants (B.a.g.g.y P.a.n.t.s.) zu Sackhosen
FAX (F.A.X.) zu Fernbrief
Smalltalk (S.m.a.l.l.t.a.l.k) zu seichte Unterhaltung
Flirten (F.l.i.r.t.e.n.) zu anbalzen
Pool (P.o.o.l.) zu Wassersammelbecken
ICE (I.C.E.) zu HZG (Hochgeschwindigkeitszug)
CD-Player (C.D.-P.l.a.y.e.r) zu Kompakt-Silberscheibenspieler
Laser (L.a.s.e.r) zu Partikellichtstrahl
Open-Air (O.p.e.n.-a.i.r.) zu Freiluftveranstaltung
Outlook Express (O.u.t.l.o.o.k. E.x.p.r.e.s.s-) zu Ausguck Schnellzug

@Patrick: Bitte gleich in die Datenbank einfügen, damit der deutsche Sprachkulturschutz hier unverzüglich im MGK in Kraft tritt.